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Fluch der Familie

Unsere Familie können wir uns nicht aussuchen, für manche ist es ein Segen, für andere ein Fluch. Soll man seine Eltern ehren, auch wenn sie bekloppt sind? Auf ihren Rat hören, auch wenn sie nicht wissen, wie man eine Tür auf macht?

Kaya hatte eine «spezielle Familie»: ein strenger Vater, eine ängstliche Mutter und ein hochintelligenter aber komplizierter Bruder. Dann auch noch der Migrationshintergrund. Er hatte damals nur zwei Optionen: Entweder Komiker oder Klapse.

In der Klapse wollten sie ihn nicht, und Kaya entdeckte die Formel: Comedy= Schmerz + Zeit. Jetzt im besten Alter angekommen, reflektiert Kaya nicht nur über seine Kindheit und Familie, sondern auch über sich und seine zukünftige Familie. Kaya will unbedingt Vater werden und verhindern, dass seine Kinder eines Tages ein Bühnenprogramm schreiben müssen, um ihren Vater zu verarbeiten. Wird er ein guter Vater sein? Wird er seine Traumata rechtzeitig therapiert haben? Wird er Fluch oder Segen der Familie werden?

Biografie

Am 20. 5. 1973 erblickte ich in Frankfurt/Main das Licht der Welt. Die Geburt war ziemlich traumatisch für mich. Ich kam aus einer warmen, behaglichen Welt, der Herzschlag meiner Mutter war sehr beruhigend und ich hatte immer genügend zu essen. Dann gleißendes Licht, maskierte Menschen und schließlich wurde ich auch noch verprügelt! Bevor ich den maskierten Prügelknaben ihren Klaps zurückgeben konnte, habe ich meine Mutter kennengelernt. Sie schmiegte mich an sie und lächelte mich glücklich an. Seitdem wusste ich, dass diese Welt so schlecht nicht sein kann, wenn es noch mehrere dieser weiblichen Wesen gibt. Mein Vater war bei der Geburt dabei und hat sich zu diesem Zeitpunkt hinter dem Bett übergeben.

Danach ging alles ganz schnell: glückliche Kindheit, in der ich zwar merkte, dass wir „anders“ waren, aber die Unterschiede zu anderen Nationalitäten als kurzweilig und interessant empfand. Ich hatte türkische, deutsche, griechische, indische und italienische Freunde. Multikulti? Ethno? Mir egal, wie man das nennt, wir waren alle Kiddies und nur daran interessiert, Spaß zu haben. Als Qualifikation für den Zugang in unseren erlesenen Freundeskreis galt nicht die Herkunft, sondern ob man Fußball spielen konnte.

Auf dem Gymnasium waren mein Bruder und ich die einzigen Türken. Ich fand das klasse, so hatte ich bei den Mädels immer einen Exoten-Bonus. Nach dem Abitur war ich erst mal planlos, ich hatte kein klares Ziel vor Augen. Also studierte ich vor mich hin und machte ein paar Nebenjobs. Einer von denen war Animateur/Moderator.

So sammelte ich meine ersten Erfahrungen auf der Bühne. Und ich liebte es! Bald schrieb ich meinen ersten Stand-up und führte den 1999 beim Köln-Comedy-Cup auf. Das wiederum weckte das Interesse von TV-Sendern und Produktionsfirmen. Kurze Zeit später pilotierten wir „Was Guckst Du?!“, der Rest ist Geschichte.

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