Zur Person

"Ich will die Kleinkunst wieder für ein junges Publikum öffnen"

Über Stefan Leonhardsberger

Schauspieler, Sänger, Kabarettist? Will man Stefan Leonhardsberger einordnen, kann man übliche Genres gleich einmal vergessen - so unterschiedlich sind die Projekte des 1985 geborenen Oberösterreichers. Ob er Songs von Yung Hurn covert, sich in ein existentiell gebeuteltes Polizeipferd verwandelt oder eine Mühlviertler Schottergrubenapokalypse in zwölf Rollen spielt, eines ist sofort klar: dieser Mann liebt die Verwandlung.  
„Ich will die Kleinkunst wieder für ein junges Publikum öffnen“, fasst Leonhardsberger seine persönliche Mission zusammen. „Das traditionelle Kabarett ist zu einer erstarrten Gattung geworden die unterhalb des Halses aufhört. Aber Körper, Gesang, Tanz – all das gehört für mich auch dazu. Ich verstehe mich als Varietékünstler.“

Aufgewachsen in Lasberg bei Freistadt, wird der miserable Schüler im Gymnasium mit dem Theatervirus infiziert. „Nach der Matura hat mein Lehrer zu mir gesagt: „Stefan, du kannst gar nichts anderes machen als Schauspielerei“, also studiert Leonhardsberger das dann auch an der Anton-Bruckner-Universität in Linz. 2010 singt er bei einem Vorsprechen am Stadttheater Ingolstadt Songs von Johnny Cash und wird vom Fleck weg engagiert. 

Es folgen Film- und Fernsehrollen in BR, ARD und ORF.

Parallel entwickelt Leonhardsberger mit dem Autor Paul Klambauer Bühnenprogramme wie den satirischen Liederabend Da Billi Jean is ned mei Bua oder das Bandprojekt Stefan Leonhardsberger und die Pompfüneberer, die im süddeutschen Raum bisher 45.000 Zuschauer begeisterten. 
Nach dem Einstieg bei der Agentur Hoanzl steht verstärkt Österreich auf dem Tourplan. Ein erster Auftritt im Wiener Stadtsaal Mitte Mai endete mit Standing Ovations. Nun folgt die Wienpremiere der Einpersonen-Dramödie Rauhnacht -  ein schwarzhumoriger Winterthriller und eine geniale Mühlviertler Moritat (OÖN).