Pressestimmen

KURIER, Werner Rosenberger, 5. März 2015

"Stellen Sie sich vor, ihr Körper ist ein Gebrauchtwagen: Würden Sie ihn kaufen?" Eine der fiesen Fragen von Eckart von Hirschhausen, bekannt aus TV-Shows ("Frag doch mal die Maus","Hirschhausens Quiz des Menschen", "Deutschlands größter Gedächtnistest"), in der Wiener Stadthalle F mit "Wunderheiler".

Er ist Arzt, will uns gut behandeln und überrascht mit klugen Erklärungen für das Elend der Menschheit: "Die Leute lassen sich lieber täuschen als enttäuschen." Was nicht heißt, dass Selbsttäuschung nicht auch heilsam sein kann. Schließlich haben allein schon Erwartungen eine reale Wirkung auf den Organismus. Stichwort: Placebo. Auch wenn wir nicht genau wissen, woher die Kopfschmerz-Tablette weiß, wo der Kopf ist. "Das Leben ist so kompliziert, dass wir gerne auf einfache Erklärungen zurückgreifen", sagt Hirschhausen. Oft ein fataler Irrtum und der Grund für den Erfolg vieler Scharlatane, die das weit verbreitete Bedürfnis nach Magie geschickt in bare Münze umwandeln. 

Deshalb ist auch gesunde Skepsis angebracht, wenn es ums Ursache-Wirkung-Prinzip geht. Wie Hirschhausen nach Paul Watzlawick erklärt: Geht ein Mann durch die Straße und klatscht immer in die Hände. Er wird gefragt, warum er das tut. „Ich vertreibe die Elefanten.“
„Aber hier gibts doch keine Elefanten.“-„Sehen Sie!“

KURIER Wertung 4 von 5 Sternen